Kybernetische Lernmethode

Die Kybernetische Lernmethode nach Hariolf Dreher bildet die Grundlage meiner Lernbegleitung.

Sie verbindet Bewegung, Wahrnehmung, Sprache und schulisches Lernen. Dabei werden grundlegende Fähigkeiten nicht isoliert, sondern miteinander verknüpft und Schritt für Schritt aufgebaut.

Was steckt dahinter?

Lernen baut auf verschiedenen Grundlagen auf. Dazu gehören unter anderem Körper- und Raumwahrnehmung, Bewegungskoordination, Sprache, Rhythmus und die Fähigkeit, Wahrgenommenes miteinander zu verbinden.

Die Kybernetische Methode greift diese Bereiche auf und verbindet sie mit konkreten Lerninhalten.

Dabei wird von einfachen Grundlagen ausgehend Schritt für Schritt weitergearbeitet. Was bereits sicher gelingt, wird gefestigt, bevor der nächste Lernschritt folgt.

Wie wird dabei gearbeitet?

Die Arbeit beginnt nicht automatisch beim aktuellen Schulstoff. Zunächst wird geschaut, welche Grundlagen bereits sicher vorhanden sind und wo sich zeigt, dass ein nächster Lernschritt noch Unterstützung braucht.

Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • Bewegungs- und Fingerübungen

  • Übungen zur Körper- und Raumwahrnehmung

  • rhythmisches Sprechen und Bewegen

  • Laut- und Mundbilder

  • Übungen für Lesen und Schreiben

  • Aufbau mathematischer Vorstellungen

  • Arbeiten mit konkretem Material

Dabei werden verschiedene Sinneskanäle miteinander verbunden: sehen, hören, sprechen, bewegen und wahrnehmen.

Lesen und Schreiben

Beim Lesen- und Schreibenlernen geht es nicht nur darum, Buchstaben und Wörter auswendig zu lernen.

Die Kinder setzen sich zunächst mit Lauten und ihren Sprechbewegungen auseinander. Mundbilder und die bewusste Wahrnehmung von Mund, Zunge, Luft und Stimme können dabei helfen, Laute genauer zu unterscheiden und mit ihren Zeichen zu verbinden.

Darauf aufbauend werden Lautverbindungen, Silben, Wörter und später Sätze schrittweise aufgebaut.

Rechnen

Auch beim Rechnen wird zunächst an grundlegenden Vorstellungen gearbeitet.

Mengen, Zahlen und Rechenoperationen werden mit konkretem Material und über Bewegung und Fingerhandlungen erfahrbar gemacht. So können mathematische Beziehungen zunächst handelnd verstanden und anschließend zunehmend auf symbolischer Ebene verarbeitet werden.

Schritt für Schritt

Ein Grundgedanke der Kybernetischen Methode ist der systematische Aufbau.

Nicht möglichst schnell zum nächsten Lernstoff, sondern zuerst sicherstellen, dass die notwendige Grundlage vorhanden ist.

So kann es sinnvoll sein, einen bereits bekannten Lernbereich nochmals aufzugreifen, wenn sich zeigt, dass darauf aufbauende Inhalte noch nicht sicher verstanden werden.

Die Übungen werden dabei an das Kind und seinen aktuellen Lernstand angepasst.

Die Kybernetische Methode in meiner Arbeit

Die Kybernetische Methode ist für mich kein starres Übungsprogramm. Sie bietet einen strukturierten Rahmen, innerhalb dessen ich die Lernschritte auf das jeweilige Kind abstimme.

Mein Ziel ist, dem Kind einen Zugang zu ermöglichen, der zu seinen eigenen Voraussetzungen passt – und ihm dadurch mehr Sicherheit beim Lernen zu geben.

Zur Lernbegleitung

Hinweis: Meine Arbeit ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung, kann jedoch unterstützend wirken.

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